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Stand: 13.08.2018

Pressemitteilung

„Verbotene Dichter“ - Lesung Haus Sankt Martin

Verbrannte DichterKulturForum Hattersheim e.V.

Presse- und Meinungsfreiheit sind grundlegende Prinzipien unserer demokratischen Gesellschaft und deshalb stehen seit 2017/2018 historische und aktuelle Aspekte der Meinungsfreiheit im Mittelpunkt von "Geist der Freiheit - Freiheit des Geistes". 

In diesem Jahr geht es um das Thema "Verbotene Dichter". Seit Bücher existieren, wurden und werden immer wieder einzelne Werke oder Autoren mit Verboten belegt. Die Kirche gehört sicher zu den bekanntesten Institutionen, die über 400 Jahre lang einen Index verbotener Bücher führte, dessen Ende erst am 14. Juni 1966 verkündet wurde. Die Nationalsozialisten führten ebenfalls Listen mit unerwünschten Künstlern und Schriften, was in der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 gipfelte. Doch auch in unserer Zeit werden viele Bücher in bestimmten Ländern als gefährlich eingestuft und mittels staatlicher Repression vom jeweiligen Markt genommen.

Am Sonntag, 5. Mai fand dazu eine Lesung mit Musik im Haus St. Martin statt. Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft stellten betroffene Werke und lasen daraus vor. Es engagierten sich Frau Karin Schnick (Fraktionschefin der Grünen im Kreistag und Hattersheims ehemalige Erste Stadträtin), Herr Bernd Seel (ehrenamtlicher Stadtrat und Inklusionsbeauftragter der Stadt Hattersheim), Herr Erhard Scherfer (ehemaliger Lehrer und Hofheimer Künstler) sowie Herr Michael Kegler (Übersetzer und Literaturkritiker aus Hofheim).

Verbrannte DichterKulturForum Hattersheim e.V.

Weiterhin wurde an diesem Tag die Ausstellung "Plakate für die Meinungsfreiheit" im Haus St. Martin eröffnet. Auf Einladung der KulturRegion FrankfurtRheinMain, der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung und des Museums für Kommunikation Frankfurt haben sich 350 Schüler*innen aus der Rhein-Main-Region Gedanken über das Recht auf freie Meinungsäußerung gemacht und ihre Ansichten eindrucksvoll auf Plakaten zum Ausdruck gebracht: Prägnant, kritisch und kreativ thematisieren sie etwa die Grenzen von Meinungsfreiheit im Internet, die Unterdrückung von Freiheitsrechten in vielen Ländern und, welche Folgen es haben kann, keine Meinung zu haben. Die Teilnehmer*innen appellieren mit Ihren Arbeiten an die Kraft und den Wert der Meinungsfreiheit und ermutigen dazu, die eigene Meinung zu äußern. Eine Experten-Jury wählte aus den insgesamt 80 eingereichten Plakaten sechs herausragende Entwürfe aus. Eine Auswahl der besten Beiträge zum Schülerwettbewerb "Plakate für die Meinungsfreiheit" werden bis zum 31. Mai im Haus St. Martin präsentiert.

Verbrannte DichterKulturForum Hattersheim e.V.

Die Lesung im Haus St. Martin am Autoberg - Facheinrichtung für Wohnungslose, Frankfurter Straße 43 in Hattersheim am Main - ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung. Die Ausstellung kann von montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 15 Uhr besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter ist die Stadt Hattersheim am Main in Kooperation mit dem KulturForum Hattersheim e. V. und dem Haus St. Martin. 

Der Veranstaltungskalender liegt kostenfrei in Rathäusern, Bürgerbüros und Tourist-Infos der Region aus. Er steht ebenfalls online zum Herunterladen unter www.krfrm.de bereit.

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