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Stand: 13.08.2018

Pressemitteilung

10 Jahre Arbeit für Menschen mit Demenz

10 Jahre Fachstelle Demenzvon links: Johannes Baron (Kreisbeigeordneter MTK), Sandra Liewig (Mitarbeiterin), Ellen Philipp (Mitarbeiterin), Petra Kunz (Mitarbeiterin), Torsten Gunnemann (Geschäftsführer) und Kerstin Jährling-Roth (Bereichsleitung)© Sonja Lehnert

Die Fachstelle war, wie der Geschäftsführer des Caritasverbandes Torsten Gunnemann in seiner Begrüßung rekonstruierte, als nachhaltige Anknüpfung an ein erfolgreiches Modellprojekt in 2008 gegründet worden. So haben sich die Akteure im Main-Taunus-Kreis mit dem "Netzwerk Demenz" früh auf den Weg gemacht, die Versorgung demenzkranker Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und mit der Einrichtung der Fachstelle Demenz eine zentrale Anlaufstelle für sie zu schaffen. Dass diese im Jahr 2015 durch eine längerfristige Leistungsvereinbarung zwischen Main-Taunus-Kreis und Caritasverband dauerhaft gesichert werden konnte, wurde vom Kreisbeigeordneten Johannes Baron als wichtiger Schritt für die Verstetigung der Arbeit besonders hervorgehoben. Der Kreis fördert die Arbeit der Fachstelle jährlich mit 65.000 Euro.

Wie vielfältig die Aufgabenbereiche der Fachstelle Demenz sind und was in den letzten 10 Jahren bewegt werden konnte, stellten die Mitarbeiterinnen, Ellen Philipp, Sandra Liewig und Petra Kunz, in einer Präsentation anschaulich dar. So werden neben der Fachberatung für betroffene Familien auch Seminare und Vorträge angeboten, die über die verschiedenen Facetten von Demenz informieren und die Fähigkeiten zu einer angepassten Kommunikation mit Menschen mit Demenz vermitteln.

10 Jahre Fachstelle DemenzTorsten Gunnemann, Geschäftsführer© CV MTK

Darüber hinaus finden Angehörige Möglichkeiten der Entlastung und Entspannung vom häufig fordernden Alltag im Rahmen verschiedener Formate. Die Fachstelle Demenz arbeitet eng vernetzt mit Organisationen und Fachleuten im Main-Taunus-Kreis und den angrenzenden Regionen zusammen. In der Fachgruppe Demenz treffen sich Vertreter aus den Bereichen Krankenhaus, ambulanter und stationärer Pflege, Beratung, Betreuung, ambulanter Therapie sowie kommunaler und verbandlicher Leitungsebene mehrmals im Jahr, um über die aktuellen Bedarfe zu diskutieren und Strategien zur Verbesserung der Versorgung zu entwickeln.

"Es ist uns wichtig, als zentrale Stelle die Erfahrungen und Bedürfnisse demenzkranker Menschen weiterzutragen und auch die Öffentlichkeit stärker für das Thema Demenz zu sensibilisieren", so die Mitarbeiterinnen der Fachstelle Demenz. Dies geschehe an unterschiedlichen Stellen. Die gesellschaftliche Teilhabe demenzkranker Menschen sei in den letzten Jahren dabei immer mehr in den Fokus gerückt.

10 Jahre Fachstelle DemenzEin-Mann-Theaterstück "Im Gehäuse" von Andreas Bentrup© CV MTK

Den Abschluss des Programms bildete das Ein-Mann-Theaterstück "Im Gehäuse" von Andreas Bentrup. Der Hildesheimer Theaterpädagoge ließ die Geschichte seines Großvaters, der zum Ende seines bewegten Lebens - an Demenz erkrankt - in ein Pflegeheim zog, auf eindrückliche Weise aufleben. Die Beziehung, die der Enkel zu seinem Großvater und den anderen Bewohnern des Seniorenzentrums aufbaute, bewegte die Zuschauer sichtlich. 

Neben der Erkenntnis, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits viel entwickelt und geleistet worden ist, waren sich die Anwesenden einig, dass an die erfolgreiche Arbeit der Fachstelle Demenz auch zukünftig weiter angeknüpft werden soll. So wollen die Mitarbeiterinnen noch stärker die frühe Phase der Erkrankung in den Blick nehmen und Angebote für Betroffene und Angehörige weiterentwickeln. 

Kontakt: Fachstelle Demenz, Vincenzstr. 29, Hofheim, Tel. 06192/2934-34/-35, E-Mail fachstelledemenz.mtk@caritas-main-taunus.de

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