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Stand: 17.08.2015

Artikel Hofheimer Zeitung

Viele Kulturen - Ein Hofheim

Familie Nord WinfestAm Stand der Familie Nord unter dem Motto „Jeder braucht ein Zuhause“. Von links: Nimet Aydin, Petra Monschein, Esther Mundhenke, Elina Meyer, Elvira Neupert-Eyrich und Eva Dörrr.Peter Kolar

die Hofheimer Wohnungsbau, die katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul Hofheim-Kriftel, das Kinderhaus Freche Spatzen, die islamische Gemeinde DITIB,den Seniorenbeirat, die Stadt Hofheim und den Evangelischen Verein für innere Mission(EVIM), noch einige andere "Zutaten" und man erhält: WIN - Wir In Nord! Zum 18. Mal hatte die Arbeitsgemeinschaft zum internationalen Straßen- und Spielefest auf dem Spielplatz und Park an der Hermann-Friesen-Straße/Fichtestraße eingeladen. Ein buntes Bühnenprogramm und internationale kulinarische Genüsse erwarteten die Besucher. 

Zusammenleben fördern 

"WIN ist kein Verein, sondern ein Zusammenschluss von vielen ehren- und hauptamtlich tätigen Menschen und Kooperationspartnern", erklärt Siggi Wicklein, Mitorganisatorin des WIN-Festes. Ihr Hauptanliegen sei, das gute, nachbarschaftliche Zusammenleben im Bereich von Hofheim Nord zu fördern. Das alles wurde vor allem ermöglicht durch das Förderprogramm Soziale Stadt, der Familie Nord und dem Stadtteiltreff, gefördert von der HWB. Hier ist nun ein fester Neubau in Planung - mit ein Grund dafür, dass die Zukunft von WIN vor Herausforderungen gestellt wird. 

"Die ‚Projekt Stadt’ wird sich allmählich aus dem Förderprogramm aus schleichen, da muss sich mit der Zeit alles neu gestalten und auch verjüngen", so Esther Mundhenke, vom Caritasverband Main-Taunus, auch zuständig für die Familien Nord und Marxheim. Die Organisation müsse sich zwar neu zusammenfinden, die Gäste aber würden dieselben bleiben. Deshalb müsse man auch sehr darauf achten dass die vielen Aktivitäten, die den Bewohnerinnen und Bewohnern von Hofheim Nord seit vielen Jahren ans Herz gewachsen sind, auch in einer Umbruchphase ihre Fortsetzung naheliegend finden. 

"Es liegt auch an der grandiosen HWB, der es nicht egal ist, wie die Menschen miteinander wohnen und umgehen", erklärte Bürgermeisterin Gisela Stang. Es gehe um das Miteinander, nicht um das nebeneinander her wohnen. Ganz besonders dankte Stang dem langjährigen "Kopf" der WIN-Gruppe, Erika Schmidt, die in diesem Jahr zum ersten Mal als Gast mit ihrem Mann Helmut bei dem Fest erschienen ist. Aber natürlich bleiben sie der Gruppe und den Menschen weiterhin aufs Herzlichste verbunden. 

"Wir dürfen nicht nur an Neubauten denken", so Norman Diehl, Geschäftsführer der HWB, "sondern auch an die 3 000 Menschen, die schon bei uns wohnen." Die HWB sei nur ein Teil von WIN. Aber einer würde diesmal schmerzlich fehlen. "Er war immer mit Herz und Hand dabei, wenn es um die Organisation nicht nur dieses Festes ging. Ich glaube, Jürgen Rosenblath würde sich sehr über einen Applaus freuen", so Diehl. Der Beifall für ihren in diesem Jahr verstorbenen Jürgen kam von Herzen. 

So nahm das Begegnungsfest seinen Lauf, moderiert von Jan Thielmann von der "Projekt Stadt". Auf der Bühne erklangen die Lieder vom Chor der Steinbergschule, die Tänzerinnen und Tänzer vom TV Lorsbach zeigten ihr Können, das Familienzentrum Freche Spatzen war mit dabei, die Orientalband und weitere Gruppen der Musikschule, die Trampolinspringer vom TV Hofheim bis zum Abschluss mit Mitmachmusik und der Familie Nord mit ihrem Lied: "Ja, wir im Norden, wir kennen uns aus, im Norden der Kreisstadt ist unser Zuhaus." 

Autor: Peter Kolar
04. September 2018 Hofheimer Zeitung, Kultur

Kulinarisch war von Döner bis Bratwurst und Kaffee und Kuchen alles geboten, was die internationale Küche hergibt. Überall konnte man verweilen, plaudern und sich kennenlernen. Zum Beispiel auch beim Verein "Nahbarschaft", was soviel wie enge Nachbarschaft bedeutet. Hier geht es um ein Wohnprojekt im Klingenborn, mit 14 Haushalten und 25 bis 30 Menschen jeden Alters und Herkunft. Ein Projekt, woran auch die HWB beteiligt ist (Kontakt: Elly Zink, info.nahbarschaft @web.de). 

Wie wichtig das Projekt WIN ist, konnte man an den vielen Menschen aus dem Viertel erkennen, und dass sich Hofheimer Politiker aller Couleur auf dem Fest sehen ließen.

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