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Stand: 13.08.2018

Pressemitteilung

(Vor-)Weihnachtsfeier Haus Sankt Martin

VorweihnachtsfeierGäste der (Vor-) WeihnachtsfeierKlaus Störch

Eröffnet wurde die Feier von Torsten Gunnemann, Geschäftsführer des Caritasverbandes Main-Taunus e. V.,, und Pastoralreferent Dr. Sebastian Schneider. Der Vormittag wurde auch genutzt, um Danke zusagen. Bei den "Aktiven" im Kochprojekt, denen es jeden Mittwoch gelingt ein Mittagessen auf den Tisch zu bringen. Ein großes Dankeschön deshalb an das "Küchenteam"  bestehend aus Roland Göth, Claudia Schmidt und Erhard Scherfer. Herr Scherfer ist außerdem als Kulturschaffender und Kulturvermittler im Rahmen des Veranstaltungsprogramms "Kunst und Kultur am Autoberg" ehrenamtlich tätig. Danke, an die Ökumenischen Kleiderkammer in Flörsheim, die auch in diesem Jahr wieder 60 Päckchen für wohnungslose Männer und Frauen gespendet haben. Der ökumenische Strickkreis aus Okriftel hat mitgeholfen die Päckchen zu füllen.

VorweihnachtsfeierKurt Joachim Graulich und Gäste der Weihnachtfeier der Facheinrichtung.Klaus Störch

Ein besonderes Danke gilt Kurt Jochem Graulich und der Graulich-Stiftung aus Flörsheim. Er hat dafür gesorgt, dass die Gäste ein wahres Festessen genießen konnten.

Auch der Kirchengemeinde Sankt Martinus gilt es danke zusagen, wie dem Magistrat der Stadt, der Verwaltung, dem Kulturforum, dem Main-Taunus-Kreis und den Hattersheimer Bürgerinnen und Bürgern.

Nach neuesten Untersuchungen fehlen in Deutschland rund 1 Million Wohnungen. Das ist einer der Gründe dafür, warum die deutsche Caritas in diesem Jahr ihre Jahreskampagne mit dem Titel "Jeder Mensch braucht ein Zuhause" überschrieben hat.

Jeder Mensch hat das Recht auf eine Wohnung!

Für das Haus Sankt Martin und den Caritasverband ergeben sich hieraus mindestens zwei zentrale Aufgaben:

  1. Wenn Menschen, die sich in ihrer Not, bei konkreter oder drohender Obdachlosigkeit, in sogenannten "besonderen sozialen Schwierigkeiten", wie sie das Sozialgesetzbuch nennen, oder weil sie in Armut leben, wenn sich diese Menschen vertrauensvoll an unsere sozialen Dienste wenden, dann müssen wir ihnen unbürokratisch professionell, effizient und effektiv Hilfen anbieten. Wir müssen diese Menschen vor allem dabei unterstützen, dass sie ihre Selbsthilfepotenziale entdecken und ihre Problemlösekompetenzen entwickeln.

    Dazu zählt aber auch, dass wir unseren "Klienten" vermitteln, dass es nicht ausschließlich individuelle sondern auch strukturell-gesellschaftliche Ursachen für Armut und Obdachlosigkeit gibt.

  2. Die Wohnungslosenhilfe, in ihrer ausgeprägten Seismographenfunktion für politische und soziale Entwicklungen in unserer Gesellschaft, nimmt soziale Schieflagen sehr früh wahr. Hieraus ergibt sich eine besondere Herausforderung. Sie muss es sich zur dauernden Aufgabe machen, die Verantwortung der Solidargemeinschaft und der Politik gegen die Armutsentwicklung in unserer Gesellschaft einzufordern. Soziale Arbeit erfordert immer auch politisches Engagement und Parteilichkeit für die Menschen am sogenannten gesellschaftlichen Rand.

"Diese Aufgaben kann man schwerlich alleine "stemmen". Hierzu brauchen wir Menschen, die sich nicht mit den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen zufrieden geben, sondern die sich mit uns gemeinsam das  Ziel gesetzt haben, die Welt und die Lebensverhältnisse gerechter und damit lebenswerter zu machen. Was wir dazu brauchen, das hat der Königsberger Philosoph Immanuel Kant in seiner "Metaphysik der Sitten" zusammengefasst: Nichts kann innerhalb und außerhalb der Welt für "gut" gehalten werden "als allein ein guter Wille", so Klaus Störch.

Dieser Wille gilt immer der Erhaltung des Lebens auf der Erde und einer friedlichen und gerechten Koexistenz.

 

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