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Stand: 17.08.2015

Sternsinger 2018

Sternsinger zu Besuch in der Beratungsstelle

Sternsinger am 05.01.2018 zu Besuch in der Beratungsstelle

 

„Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit!“ ist das Jahresmotto der Sternsinger 2018.

 

Wir freuen uns jedes Jahr, wenn die jungen Sternsinger und ihre Betreuer ihren Besuch in der Erziehungs-, Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Flörsheim abhalten. Ein engagierte Truppe, die ihren Job gut macht. Es klingelt, die Akteure stehen vor der Tür, z.B.: „Äh, sollen wir erst die neue Jahreszahl schreiben oder singen?“. Die Leiter zum Hochsteigen, der Schwamm zum Entfernen der „7“, die alte Jahreszahl und eine Gabe sind vorbereitet. Ein ergreifende Stimmung und ein wirklich nettes Miteinander beschleicht den Sitz der Beratungsstelle. Mit einem verdienten Lohn für die gesamte Flörsheimer Sängertruppe (es gibt mehrere Teams), einer Überraschungstüte und Spende in die Sammeldose geht es fast schon wieder auf den Weg. Final wird noch die neue Jahreszahl aufgetragen. Mit einem freudigen Wiedersehen verabschieden sich die Mädchen und Jungen samt Teamern bis ins nächste Jahr. Sie spenden Freude und den Segen für unser Haus. Wir bedanken uns für das Engagement, besonders für die Kinder unserer Welt. Erkennen wir hierbei deutlich: „Wir haben ALLE damit zu tun!“

 

Neben dem konkreten Ereignis wollen wir noch auf den Zusammenhang der Aktion und dem Jahresmotto hinweisen: Kinder sind durch internationales Recht in fast allen Staaten der Erde vor Ausbeutung geschützt – eigentlich.

 

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Weltweit arbeiten 168 Millionen Kinder und Jugendliche. Die weitaus meisten tun das nicht freiwillig, viele werden ausgebeutet und missbraucht. Allein in Indien, dem Beispielland der Aktion Dreikönigssingen 2018, arbeiten rund 60 Millionen Kinder. Die Folgen für das Leben und die Entwicklung junger Menschen sind verheerend. Schutz, gesunde Entwicklung, Bildung und Spiel werden ihnen vorenthalten, sie werden eingespannt in ein unbarmherziges System. Kinder, die unter ausbeuterischen Bedingungen arbeiten müssen, werden zu Objekten gemacht. Ihre Würde wird jeden Tag  verletzt, ihre unveräußerlichen Rechte werden ihnen genommen. Das verletzt nicht nur geltendes Recht, sondern steht auch in elementarem Widerspruch zum christlichen Menschenbild. Einer der Grundpfeiler der christlichen Soziallehre besteht darin, dass Arbeit und menschliche Würde einander bedingen: „Die Rangordnung der Werte und der tiefere Sinn der Arbeit fordern, dass das Kapital der Arbeit diene und nicht die Arbeit dem Kapital“ – so Papst Johannes Paul II. in seiner Enzyklika „Laborem exercens“ (Werkheft Sternsinger 2019).

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