Beratungsbüro

15 Jahre Beratungsbüro Älter werden

Ursprünglich konzipiert als Zweigstelle der Sozialstation Flörsheim-Hochheim hat es sich aufgrund der Themen älterer Menschen zur Seniorenberatungsstelle entwickelt. Die Anliegen können während der Öffnungszeiten (Mo. und Do. 9 bis 12 Uhr, Di. 16 bis 18 Uhr) ohne vorherige Anmeldung vorgebracht werden. Auf Wunsch werden Termine außerhalb der Sprechzeiten oder Hausbesuche vereinbart. Die Beratungsstelle befindet sich im Untergeschoss des Rathauses und ist über den Nebeneingang in der Classmannstraße barrierefrei zu erreichen.

Die Beraterinnen Suse Klockner und Petra Kunz informieren umfassend zu Fragen rund um Alter und Altern. Immer mehr Menschen erleben heute viele gesunde und aktive Jahre. Dennoch bringt das Leben im Alter neue und mitunter schwierige Fragenstellungen mit sich. Die Anlässe das Beratungsbüro aufzusuchen, sind sehr unterschiedlich. Ältere Menschen setzen sich mit der Lebenssituation im Alter auseinander und möchten sich frühzeitig über ihre Möglichkeiten informieren. Das Thema rechtliche Vorsorge ist dabei ein häufiges und wichtiges Thema. Oft ist der Beratungsanlass ein ganz konkretes Problem oder gar ein ganzes Problembündel. Ältere Menschen thematisieren Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Tod des Partners, eigene Erkrankung, Altersarmut, akute finanzielle Notlagen, Konflikte in der Partnerschaft oder Familie oder schwierige Wohnverhältnisse. Bestehende Probleme werden mit ins Alter genommen und verschärfen sich in Kombination mit Verlusten oder Erkrankungen. Das Beratungs-büro ist gleichzeitig auch Anlaufstelle für Angehörige und andere Bezugspersonen, die sich auf die Betreuung oder Pflege eines älteren Familienmitgliedes vorbereiten oder Unterstützung in der bereits eingetretenen Pflegesituation suchen.

Jubiläum Beratungsbüro Älter werdenFoto: Dirk Krams, Pressereferent der Stadt Hochheim

Neben der Beratung ist es auch Aufgabe, wichtige Themen in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Themenreihe "Mit Demenz leben", die in Kooperation mit der Kolpingfamilie Hochheim und der Stadt Hochheim am Main durchgeführt wurde, betrachtete verschiedene Facetten des Lebens mit dieser Erkrankung und führt nun auf Wunsch von Teilnehmenden zur Gründung eines Gesprächskreises für Pflegende. Der erste Termin von "Demenz im Gespräch" findet am Dienstag, den 02. Mai 2017, von 19:00 bis 20:30 Uhr im Küsterhaus, an der Katholischen Kirche St. Peter und Paul, statt.

Seit Gründung des Beratungsbüros Älter werden hat sich einiges verändert und weiterentwickelt: Besonders hervorzuheben ist der Anstieg der Beratungszahlen, die Zunahme zeitintensiver Beratungen und Begleitungen, die personelle Aufstockung und die Festigung der Kooperationsbeziehung durch einen Kooperationsvertrag zwischen Caritasverband Main-Taunus und Stadt Hochheim am Main, der im Jahre 2010 geschlossen wurde.

"Hochheim kann sich glücklich schätzen und dankbar für diesen wichtigen Baustein in unserem Gemeinwesen sein", so Bürgermeister Dirk Westedt bei der Jubiläumsveranstaltung. "Vor allem weil hier eine Arbeit geleistet wird, die oft nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit geschieht, aber sich dennoch stark auf die einzelnen Lebenslagen der betroffenen Menschen auswirkt."

Die für 2017 kalkulierten Gesamtkosten für das Beratungsbüro Älter werden betragen ca. 50.000 Euro. Davon übernimmt die Stadt Hochheim am Main einen Anteil von ca. 30.000 Euro (ca. 60%). Der Main-Taunus-Kreis beteiligt sich mit einem Anteil von ca. 10.000 Euro (ca. 20%); die Katholische Kirchengemeinde Hochheim mit ca. 2.000 Euro (ca. 4%) und der Caritasverband Main-Taunus mit ca. 8.000 Euro (ca. 16%) an der Finanzierung.