1. Organisation unseres Pflegedienstes
2. Erstgespräch
3. Pflegevertrag
4. Verordnung häuslicher Krankenpflege – Praxisbeispiel
5. Pflegedokumentationsmappe
6. Haustür- und / oder Wohnungsschlüssel
7. Wenn wir uns verspäten
1. Organisation unseres Pflegedienstes
Wir versorgen mit unseren ca. 40 Pflegemitarbeiter/Innen alte und kranke Menschen in ihrer häuslichen Umgebung in den Städten
Hofheim, Eppstein und Kelkheim.
Durch unsere Pflegefachkräfte werden die unterschiedlichsten Versorgungszeiten bei den Hausbesuchen im Früh-, Mittags-, Nachmittags-
und Abendeinsatz abgedeckt. Unsere Pflegeorganisation basiert auf dem System, dass unsere Pflegekunden nur von max. 3 Bezugspersonen
besucht werden. So wird eine hohe Kontinuität in der pflegerischen Beziehung gewährleistet. Ein Wechsel der Mitarbeiter/Innen
ist jedoch leider ab und zu unvermeidbar, da diese auch mal Urlaub haben oder krank sind.
2. Erstgespräch
Unser Pflegedienst bietet Ihnen in der Regel vor Abschluss eines Pflegevertrages ein Erstgespräch an. Dieses findet in Absprache
mit Ihnen in unseren Geschäftsräumen, im Krankenhaus oder auch bei Ihnen zu Hause in vertrauter Umgebung statt. Neben der
Vorstellung unserer Einrichtung und unserer Dienstleistungen informieren wir Sie ausführlich über Ihren individuellen Hilfebedarf.
Wir erläutern Ihnen die verschiedenen Leistungskomplexe, in Frage kommende Hilfsmittel und unsere Abrechnungsmodalitäten.
Sie haben so die Möglichkeit, uns näher kennen zu lernen und erhalten eine erste Orientierungshilfe.
Nach unserem Gespräch überreichen wir Ihnen einige Informationsunterlagen.
Unsere möglichen Informationsunterlagen für Sie:
• Pflegeleitbild
• Flyer und Visitenkarte
• Informationsbroschüren und Leitlinien über bestimmte pflegerische Probleme
• Unsere Leistungen und Preise, Lastschriftverfahren
• Information über Leistungen der Pflegeversicherung, bzw. Restpflegegeld
• Pflegevertrag und Kostenvoranschlag nach Leistungsvereinbarung
• Information über Investitionskosten
• Unsere Kooperationspartner
Haben Sie Fragen zu den einzelnen Informationsunterlagen, zögern Sie bitte nicht, uns anzurufen oder kommen Sie einfach vorbei.
3. Pflegevertrag
Nachdem Sie sich entschieden haben, schließen wir mit Ihnen einen Pflegevertrag ab. Folgende Inhalte werden im Pflegevertrag
schriftlich festgehalten:
• vereinbarter Leistungsumfang
• Pflegekosten
Liegen die gesamten monatlichen Pflegekosten über dem Höchstbetrag der Pflegesach- bzw. -kombileistung, der Ihnen für Ihre
Pflegestufe zusteht, werden Ihnen die Restkosten von uns in Rechnung gestellt.
Selbstverständlich sind die Leistungen jederzeit auf Wunsch oder nach Notwendigkeit - auch kurzfristig - anzupassen.
4. Verordnung häuslicher Krankenpflege – Praxisbeispiel
Ihr Haus- oder Facharzt hat bei Ihnen einen Diabetes Mellitus (Zuckerkrankheit) festgestellt und Sie benötigen nun Hilfe bei
der Insulingabe. Ihr Arzt verordnet Ihnen zur Sicherstellung der Therapie häusliche Krankenpflege. Aus dieser Verordnung ent-nehmen
wir die Häufigkeit der erforderlichen Einsätze.
Gerne übernehmen wir dann für Sie das verordnete Verabreichen des Insulins. Wir arbeiten eng mit Ihrem Arzt zusammen, der,
falls er es wünscht, von uns eine Übersicht über Ihre Blutzuckerwerte erhält. Veränderungen werden selbstverständlich umgehend
an ihn weitergeleitet, so dass bei Bedarf eine Therapieänderung zeitnah erfolgen kann.
Damit wir für Sie tätig werden und mit der Krankenkasse abrechnen können, benöti-gen wir die o.g. Verordnung häuslicher Krankenpflege,
die der behandelnde Arzt ausstellt. Wir übernehmen für Sie den Versand an die Krankenkasse zur Genehmi-gung der verordneten
Leistungen.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Abwicklung der Organisation mit Ihrem Arzt. So haben Sie keine zusätzlichen Wege und Belastungen.
Die Kosten hierfür müssten von Ihnen getragen werden.
Wir sind an die Anweisungen des Arztes grundsätzlich gebunden. Ergeben sich für uns Unklarheiten aus der Verordnung, egal
in welcher Form auch immer, nehmen wir zu unserer und vor allem zu Ihrer Sicherheit, Rücksprache mit dem Arzt.
5. Pflegedokumentationsmappe
Für jeden unserer Kunden erstellen wir in verständlicher Form eine Dokumentationsmappe, die von uns bei Ihnen zu Hause hinterlegt
wird. In diese können Sie, Ihre Angehörigen und Ihr Hausarzt jederzeit Einblick nehmen. Alle erbrachten Leistungen werden
durch unsere Mitarbeiter sorgfältig, ausführlich und nachvollziehbar bei jedem Hausbesuch dokumentiert.
Diese Dokumentation, die auch vom Gesetzgeber zur Qualitätssicherung in der Pflege vorgesehen ist, dient der Transparenz und
der Sicherung einer kontinuierlichen Pflege.
Die von uns erbrachten Leistungen müssen von Ihnen 1 x im Monat schriftlich bestätigt werden, da wir sonst nicht mit den Kostenträgern
abrechnen können. Weitere für unsere Pflege notwendige Informationen wie z.B. Biografie, Erkrankungen, Pflegeplanung, Medikamentenblatt,
Wunddokumentation, Pflegebericht, Veränderungen etc. befinden sich ebenfalls in dieser Dokumentation.
Eine Bitte haben wir noch:
Eintragungen in unsere Pflegedokumentationsmappe ist nur unseren Mitarbeitern, dem Haus- oder Facharzt bzw. dem Arzt des ärztlichen
Notdienstes gestattet.
Im Falle eines Krankenhausaufenthaltes möchten wir Sie bitten, die Dokumentationsmappe nicht dem Krankenhaus oder dem Rettungsdienst
etc. auszuhändigen, da es sich um Eigentum der Caritas-Sozialstation handelt.
In einigen Fällen sind diese Dokumentationsmappen leider nicht mehr aufgetaucht, wodurch uns der Nachweis der erbrachten Leistungen
gegenüber der Kranken- / Pflegekasse fehlt und Ihnen dann Kosten entstehen können, da eine Abrechnung mit der Kasse nicht
möglich ist.
Haben Sie Fragen zu den Eintragungen, so sprechen Sie uns an.
6. Haustür- und / oder Wohnungsschlüssel
Grundsätzlich sind Sie nicht verpflichtet, uns einen Haustür- und / oder Wohnungs-schlüssel zu überlassen. Im Notfall kann
ein Haustür- und / oder Wohnungsschlüssel von Vorteil sein, wenn z.B. der Pflegebedürftige in der Wohnung bzw. Haus gestürzt
oder nicht in der Lage ist, die Tür zu öffnen.
Sind Angehörige berufstätig und ist der Pflegekunde bettlägerig, ist eine Pflege nur nach Schlüsselübergabe möglich. Die Schlüssel
unserer Kunden werden in unserem Tresor kodiert aufbewahrt.
In diesem Zusammenhang ist es für uns wichtig zu wissen, wie wir uns verhalten sol-len, wenn niemand die Haus-, bzw. Wohnungstür
öffnet und kein Schlüssel hinterlegt ist. Unter Umständen müssen wir von einer Notlage ausgehen und - allein bedingt durch
unsere Sorgfaltspflicht - die Tür durch Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst öffnen lassen. (s. Information über Nottüröffnung)
Im Erstgespräch besprechen wir mit Ihnen gemeinsam die Vorgehensweise.
Wichtig:
Wenn Sie an einem Tag keinen Pflegeeinsatz wünschen oder abzusehen ist, dass Sie zu der vereinbarten Pflegezeit terminbedingt
(Arztbesuche, Geburtstagsfeier etc.) nicht zu Hause sind, so informieren Sie uns bitte rechtzeitig, sonst müssen wir Ihnen
eventuelle Fahrtkosten in Rechnung stellen. Natürlich sind wir immer bemüht, Ihren Terminvorstellungen gerecht zu werden.
Unsere Einsatz- und Tourenplanung findet in der Regel einen Tag vorher statt, dadurch können wir auf Veränderungen schnell
reagieren. Eine Anfahrt zu einer anderen als der vereinbarten Pflegezeit ist in der Regel kein Problem - sprechen Sie uns
an!
7. Wenn wir uns verspäten
Wir vereinbaren wir mit Ihnen eine Pflegezeit (Uhrzeit), wann Sie von uns versorgt werden möchten. In der Regel sind wir (+/-
30 Minuten) zur vereinbarten Pflegezeit vor Ort.
Leider kann es auch mal vorkommen, dass sich unsere Pflegekräfte verspäten. Dies kann verschiedene Gründe haben, z.B.:
• Pflegerische Versorgung beim vorherigen Kunden dauerte länger als üblich
• Notfall bei einem unserer Pflegekunden
• Verkehrssituation, Stau, Eigenunfall oder Panne
• Hilfeleistung bei einem Verkehrsunfall
Können wir unsere Pflegezeit einmal nicht einhalten, so versuchen wir, uns bei Ihnen telefonisch bei nächst möglicher Gelegenheit
zu melden. Stehen Verspätungen an der "Tagesordnung" oder kommen diese nur bei einer Pflegekraft vor, so setzen Sie sich mit
uns bitte in Verbindung, damit die Gründe gefunden werden können.
Über eine konstruktive Kritik freuen wir uns!
